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DIALOG – „Gelassenheit in ungewissen Zeiten – Wie wir zuversichtlich Gestaltende unseres Lebens bleiben“

02. September 2025

„Gelassenheit entsteht, wenn wir lernen, unsere innere Einstellung zu ändern, nicht die äußeren Umstände.“ – Dalai Lama

In einer Welt voller Tempo, Druck und ständiger Veränderung wird innere Ruhe schnell zum Sehnsuchtsort. Und doch ist sie erreichbar – wenn wir lernen, mit uns selbst milder umzugehen.

Gestern hatten wir im Berufsförderungswerk Dresden das große Glück, mit Ruth Susanne Schubert einen intensiven Tag zum Thema Stress, Resilienz und Gelassenheit zu gestalten. In unserer DIALOG-Veranstaltung mit dem Titel „Gelassenheit in ungewissen Zeiten – Wie wir zuversichtlich Gestaltende unseres Lebens bleiben.“ ging es nicht nur um theoretische Konzepte, sondern vor allem um persönliche Einsichten – und den Mut, sich selbst neu zu begegnen.

Im Mittelpunkt standen Fragen wie:
Wie erkenne ich meine Stressmuster – und wie gehe ich besser mit ihnen um?
Wie kann ich belastbar bleiben, ohne mich selbst zu verlieren?
Was hilft mir, auch in stürmischen Zeiten handlungsfähig zu bleiben – und mich selbst nicht zu vergessen?

Besonders eindrücklich war, wie Ruth Susanne Schubert uns dazu einlud, den Blick auf uns selbst zu verändern. Sie erinnerte uns daran, dass wir dieses Leben zum ersten Mal leben – wir sind keine Experten. Und genau deshalb dürfen wir uns selbst verzeihen, wenn wir scheitern. „Heiter scheitern“, so nannte sie es mit einem Lächeln – eine Einladung, unsere Unvollkommenheit mit mehr Leichtigkeit und Mitgefühl anzunehmen.

Gerade in herausfordernden Momenten, in denen wir emotional verhaftet sind, verlieren wir oft den klaren Blick – und handeln nicht mehr klug. Dafür gibt es sogar eine neurologische Erklärung: In Stresssituationen übernimmt unser „altes“ Gehirn – das emotionale Reaktionssystem, das für Kampf, Flucht oder Erstarren (fight, flight, freeze) zuständig ist. Der präfrontale Kortex, der für rationales Denken, Planung und Selbstregulation verantwortlich ist, tritt in den Hintergrund. Umso wichtiger ist es, sich in solchen Momenten nicht zu verurteilen, sondern Verständnis aufzubringen – für sich selbst und für andere.

Diese Gedanken hinterlassen Spuren. Sie ermutigen dazu, milder mit sich selbst zu sein – und damit auch mit unserem Gegenüber. Für ein achtsames, friedvolles Miteinander – im Arbeitsleben und darüber hinaus.

Zum Abschluss gab es Raum für Austausch, Netzwerken – und einen Rundgang durch das BFW Dresden mit Einblicken in unsere tägliche Arbeit.
Wir danken allen Teilnehmenden für die Offenheit, die Tiefe der Gespräche – und ganz besonders Ruth Susanne Schubert für ihre inspirierende Begleitung.

https://ruthsusanneschubert.de/

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